Gartenverband Guben

Verband der Gartenfreunde Guben und Umgebung e.V.

Tipps und Tricks

An dieser Stelle, geben wir Ihnen Tipps und Tricks.

114 Antworten für “Tipps und Tricks”

  1. Thomas Fritsche sagt:

    Bohnenkraut wird gerne zwischen die Buschbohnen gesät. Folgesaaten von Kerbel und Kresse schließen bei den Kräutern eine lückenlose Ernte. Für eine Aussaat im Gemüsegarten eignen sich jetzt noch Buschbohnen, späte Möhren, Rote Beete, Knollenfenchel, Blumenkohl, Brokkoli, Rettiche und Grünkohl. Man sollte auch an einen Platz für Endivien, späte Kohlrabisorten und Winterlauch auf dem Saatbeet denken. Hier ist der Aussaattermin erst im Juli.

  2. Thomas Fritsche sagt:

    Bei den Weinreben kann jetzt schon der Sommerschnitt durchgeführt werden. So sind zu lange Triebe auf 3-5 Blätter über den letzten Gescheinen, so heißen die Blütenansätze, abgeschnitten oder mit einer Drehbewegung gebrochen werden. Das unnötige und kraftraubende Triebwachstum wird damit gebremst. Die alte Regel, nur zwei Blätter stehen zu lassen, ist inzwischen überholt. Der Weinstock braucht nämlich sein Laub, um Zucker für die Trauben zu produzieren. Deswegen auch die Empfehlung, 0,80 bis 1,00 m Abstand zwischen den Etagen zu lassen, weil die Triebe in etwa diese Länge erreichen und nicht in die nächste Etage hineinwachsen sollen. Die jungen Triebe aber, die nicht aus dem vorjährigen Holz hervor gegangen sind, sondern aus dem älteren, tragen in der Regel keine Blüten und somit bleiben auch die Früchte aus. Man kann sie ganz heraus nehmen, oder für das kommende Jahr zum Neuaufbau stehen lassen, wenn sich Lücken gebildet haben. Die Triebe der Weinreben sollten beim Spalier nicht innen am Gerüst durchwachsen, sondern immer außen geführt werden. Außerdem ist das Rankgerüst nicht direkt an der Wand anzubringen. Es ist immer ein Abstand von etwa 10 Zentimeter einzuhalten, damit Luft hinten durchstreifen kann.

  3. Thomas Fritsche sagt:

    Viel zu wenig ist bekannt, dass man auch aus frischen Kräutern einen Tee machen kann. So können ruhig laufend und je nach Geschmack, zum Beispiel Zitronenmelisse, Pfefferminze, Salbei, Frauenmantel und Brennnessel geerntet werden. Durch das Kleinschneiden der Blätter mit der Schere ist die Heilwirkung optimal. Das Trocknen dient lediglich der Konservierung. So kann zurzeit der besondere Duft von Pfefferminze und anderen Kräutern beim Teekochen durch die Wohnung ziehen. Ein Tee aus frischen, grünen Kräutern ist mit Nichts zu vergleichen. Es ist ein totaler Unterschied zu dem Getränk, das aus Teebeutel hergestellt wird. Ganz toll schmeckt auch die Salbeiblüte im Tee. Aber auch selbst getrocknete Kräuter sind noch um Welten besser als die im Handel üblich sind.

  4. Thomas Fritsche sagt:

    Um den Boden lebendig zu erhalten, müssen die Mikroorganismen und Regenwürmer gefüttert werden. Dies geschieht im Sommer am einfachsten durch das Mulchen mit Rasenschnitt. Dieser sollte aber nicht zu dick auf einmal aufgetragen werden, damit er nicht zu faulen beginnt. Eine laufende dünne Schicht von ca. fünf Zentimeter ist ideal. Die den Sauerstoff liebenden und aggressiven Bakterien fressen in der oberen Bodenschicht die organische Nahrung. Von dort her geht der Kreislauf zu den weiter unten lebenden Mikroorganismen. Hier findet dann eine Umwandlung zu Mineralien statt, die den Pflanzen über die Wurzeln dann wieder zur Verfügung stehen. Dieser Vorgang ist mit unserem Verdauungstrakt zu vergleichen. Oben im Mund wird zerkleinert und unter Sauerstoff schon Stärke in Zucker verwandelt. Weiter unten im Darmtrakt findet dann durch die Milchsäurebakterien ebenfalls eine Umwandlung zu Stoffen statt, die uns aufbauen und am Leben erhalten.

  5. Thomas Fritsche sagt:

    Tomaten, die mit Rasenschnitt gemulcht sind, gedeihen besonders gut und bleiben viel gesunder. So können die Bakterien und Viren aus dem Boden bei Regen oder beim Gießen nicht an die Blätter spritzen. Zudem bleibt die Feuchtigkeit in der Erde besser erhalten und das Bodenleben wird gefüttert. Gleichzeitig findet durch die Zersetzung der organischen Masse eine Düngung statt. Bei Stabtomaten soll man zeitig die Geiztriebe, die aus den Blattachseln kommen, ausbrechen. Das verhindert eine starke Verzweigung, die auf Kosten von Blüten und Fruchtansatz geht. Bei den niedrigen Buschtomaten ist dieser Vorgang aber nicht notwendig.

  6. Thomas Fritsche sagt:

    Bei der Gartenarbeit werden alle Sinne im besonderen Maße angesprochen. Man beginnt den Blick auch auf scheinbare Nebensächlichkeiten zu richten und lernt dabei zu staunen. Das ist es, was die Seele heilen lässt. Gartenarbeit sorgt für ein inneres Gleichgewicht und ist auch für den Körper äußerst gesund.

  7. Max Fritsche sagt:

    Mehr Bodenfeuchte: Mulchen mit Rasenschnitt
    Eine Schicht aus Mulch unterdrückt nicht nur unerwünschte Krautfäule, sie sorgt auch dafür, dass der Boden nicht zu schnell austrocknet.

    Das Mulchen mit Rasenschnitt erhält die Feuchtigkeit im Boden. Das Material sollte aber nie am Stängel der krautigen Pflanzen oder am Stamm der Bäume anlegt werden. Ein kleiner Abstand am Hals muss frei bleiben, um Fäulnis und Pilzkrankheiten vorzubeugen.

    Schutz vor Schädlingen
    Das Mulchen ist auch gut bei Erdflöhen, welche verkrusteten Boden lieben. Besonders Kohlpflanzen werden von diesen kleinen Käfern geschädigt. Bei einer Mulchschicht bleiben Kartoffeln und Tomaten länger von einer Infektion der Krautfäule verschont. Wenn nämlich Regentropfen oder Wasserspritzer aus der Gießkanne auf eine Mulchschicht treffen, kommen die Pilzsporen nicht so leicht von der Erde auf die der Pflanzen.

  8. Thomas Fritsche sagt:

    Bei der Anlage eines Kräuterbeetes, sollte darauf geachtet werden, dass dieses den sonnigsten Standort im Garten bekommt. Die meisten Heil- und Gewürzkräuter stammen aus mediterranen Gebieten und sind von der Sonne verwöhnt. Nur wenige der vertragen den Schatten. Außerdem wird durch einen voll besonnten Standort das Aroma besser. Auf keinen Fall sind Kräuter mineralisch zu düngen. Damit geht die Qualität weitgehend verloren. Das Kräuterbeet sollte gut erreichbar sein. In dessen Nähe dürfen aber keine giftigen Pflanzen wie z.B. Eisenhut oder Rittersporn sein, um eine Verwechslung und damit Vergiftung zu vermeiden. Bei einem Eisenhut hat schon ein Blatt eine tödliche Wirkung.

  9. Thomas Fritsche sagt:

    Manche Kübel- und Zimmerpflanzen vertragen kein kalkhaltiges Wasser. Besonders kalkempfindlich sind Azaleen, Kamelien, Brautmyrten und Zylinderputzer. Auch Kulturheidelbeeren, Rhododendron und Hortensien wollen gern sauren Boden. Bei den kalkfliehenden Gewächsen ist das Gießen mit Regenwasser ideal. Auch das Wasser aus dem Gartenteich eignet sich gut zum Gießen solcher anspruchsvollen Pflanzen.

  10. Thomas Fritsche sagt:

    Wenn Erdbeeren in den frühen, aber trockenen Morgenstunden geerntet werden, haben sie ihr bestes Aroma. Wegen der Druckempfindlichkeit sollten die Früchte am besten mit dem Stiel gepflückt werden. In kleinen Schälchen und bei einer Temperatur von +2°C halten sie sich im Kühlschrank am besten. Erst kurz vor der Verwertung sollte man die Erdbeeren waschen. Eine Strohunterlage verhindert, dass die immer schwerer werdenden Früchte mit dem Boden in Berührung kommen.

  11. Thomas Fritsche sagt:

    .Sobald die Balkonpflanzen gut durchwurzelt sind, kann mit dem Düngen begonnen werden. Durch flüssigen Zusatzdünger wird ein einzigartiger Blütenflor erreicht. Besonders üppig wachsende Arten wie Geranien, Petunien oder Goldzahn vertragen mitzunehmendem Wachstum sogar eine zweimalige wöchentliche Flüssigdüngung nach Vorschrift des jeweiligen Herstellers.

  12. Thomas Fritsche sagt:

    Bei der Weißen Fliege, einem schlimmen Schädling bei Paprika, Gurken und Tomaten, hilft der Einsatz von Erzwespen. Die Helfer können per Post bezogen werden. Der Einsatz von Nützlingen zur Bekämpfung von Schädlingen hat vor allem im Gewächshaus stark zugenommen. Die Beschaffung über den Versand ist einfach geworden. Wenn die ersten Schädlinge auftreten, wird es Zeit, Nützlinge einzusetzen. Diese finden dann bereits Nahrung vor und können übermäßigem Befall gleich Paroli bieten.

  13. Thomas Fritsche sagt:

    Auch wer keinen Garten hat, kann auf dem Balkon oder Terrasse Tomaten heranziehen. Die Pflanzgefäße sollten dabei nie zu klein gewählt werden. Je dunkler die Farbe des Topfes ist, umso schneller trocknet das Substrat aus. Die Abzugslöcher sollte man mit Tonscherben abdecken. Dabei zeigt die Wölbung nach unten. Dann ist die Erde vorsichtig einzufüllen, damit die Scherben nicht verrutschen. Die Kübel soll man aber nicht gleich ganz voll machen. Die Pflanze wird danach so eingestellt, dass der untere Bereich des Stängels noch leicht in der Erde steht. Die Stütze kommt erst später in die Erde, wenn diese sich gesetzt hat. Der beste Standort ist eine geschützte Ecke, wo kein Regen hin kommt. Beim späteren Gießen soll man immer kontrollieren, wie der Boden unter die Oberfläche aussieht. Zuviel Nässe schadet den Tomaten nämlich sehr. Für die Anzucht hat sich ein Substrat bewährt, welches zu je einem 1/3 aus guter Blumenerde, Gartenboden und zweijährigen verrottetem Kompost besteht. Wenn die Tomatenpflanzen in reiner Blumenerde stehen, haben die Früchte keinen rechten Geschmack. Die Verwendung von reinem Kompost, so wie es oft geschieht, ist wegen der Überdüngung vollkommen daneben.

  14. Thomas Fritsche sagt:

    Um eine durchgehende Ernte von Buschbohnen und Radieschen zu bekommen, ist im Laufe des Monats schubweise nach zu säen. Dadurch lässt sich die Ernte bis zum Frostbeginn ausdehnen.

  15. Thomas Fritsche sagt:

    Viele Kräuter kann man jetzt vegetativ vermehren. Dazu werden zum Beispiel von Beifuß, Salbei und Zitronenmelisse aber auch von Estragon, Lavendel, Rosmarin und Thymian die Triebspitzen abgeschnitten. Diese steckt man dann in Töpfe oder Schalen, die mit Sand gefüllt sind. Die Steckling dürfen nicht in der Sonne stehen. Als Verdunstungsschutz legt man eine Folie über die Pflanzen oder stellt diese in einen dünnen Folienbeutel, der oben locker zusammengebunden ist. Zum Feuchthalten der Stecklinge sollte ein Sprüher verwendet werden. So entsteht ein Minigewächshaus mit „gespannter“ Luft. Wenn sich die ersten Würzelchen gebildet haben, werden die Stecklinge in Töpfe mit Erde gepflanzt.

  16. Thomas Fritsche sagt:

    Jetzt ist eine günstige Zeit, die empfindlichen Süßkirschen zu schneiden. Bei einem Sommerschnitt werden die Wunden gleich vom Baum gegen Pilzkrankheiten abgeschottet. Große Wunden am Stamm sind immer zu vermeiden. Sie verheilen oft erst nach Jahrzehnten. Besser ist es, in den Außenbereichen längere Triebe auf schwächere Äste abzusetzen. Somit behält der Baum seine Form und leidet am wenigsten. Die Ernte kann zudem durch den Sommerschnitt, vor allem bei den oberen Astpartien, wesentlich erleichtert werden.

  17. Thomas Fritsche sagt:

    Umveredelungen der Pfirsiche gelingen nicht mit Propfreisern. Dies geschieht ausschließlich durch Okulation im Sommer mit der Chip- Methode. Dazu wird vorzugsweise auf einjährige Triebe mit einem scharfen Messer ein Keil von oben nach unten aus der Unterlage herausgeschnitten. Ein entsprechendes Teil aus der Edelsorte, welches mit einer Knospe versehen sein muss, wird auf die Unterlage übertragen. Sehr reizvoll sind dabei die Einveredelungen verschiedener Sorten, so dass ein Naschbaum entsteht.

  18. Thomas Fritsche sagt:

    Die meisten Blumen, die im Sommer mehr als 80 cm hoch wachsen, verlieren früher oder später das Gleichgewicht und neigen sich vorn über oder zur Seite. Das gilt z. B. für Rittersporn, Sonnenbraut und Dahlien. Einfach zusammen zu binden, ist die einfachste, aber nicht die beste Lösung. Dadurch werden die Stängel schlecht durchlüftet und bekommen Pilzkrankheiten. Sinnvoller ist es, an drei oder vier stellen außen Stäbe einzuschlagen und diese mit Fäden zu verbinden. Bambusstäbe eignen sich für das „Einzäunen“ der hohen Blumen besonders gut.

  19. Thomas Fritsche sagt:

    Oft setzt ein Apfel- oder Birnbaum zu viele Früchte an, die er aber gar nicht richtig ernähren kann. Dann bringt jetzt ein Ausdünnen mithilfe einer Schere oder den Fingernägeln eine bessere Qualität und gleichmäßigere Erträge. Als Faustregel gilt: rund sechs bis acht verbleibende Früchte pro laufenden Meter Zweig. Manchmal überschätzen sich besonders junge Bäume. Denen sollten wir dann helfend zur Seite stehen. Bei einem zu reichen Fruchtbehang kann auch die Form des Baumes aus den Fugen geraten. Zudem brechen oft ganze Astpartien unter der Last der Früchte vom Stamm und hinterlassen hässliche Wunden. Ein verausgabter Baum benötigt dann einige Jahre, um wieder normal zu tragen.
    Durch den Junifall reguliert sich Baum oft selbst.

  20. Thomas Fritsche sagt:

    Schnellkomposter sollten auch im Sommer zugedeckt bleiben. Es ist eine oft zu beobachtende Unsitte, den Deckel des Behälters ganz zu öffnen. Dies kann entweder bei Hitze zu einer zu starken Austrocknung führen, oder bei Regen zu einer Vernässung. Durch eine kleine Drehung des Deckels werden im Sommer nur die Lüftungsschlitze geöffnet. Eine laufende Beschickung mit Grünabfall aus der Küche und genügend holzigen Teilen wie Wisch- und Wegtücher, Holzhäcksel oder Sägespäne gewährleistet ein gutes Verhältnis von Stickstoff und Kohlenstoff, welches ca. 1: 20 betragen sollte. Große Mengen der Beschickung von nur einem Material, wie z. B. Rasenschnitt, bringen den Rottevorgang durcheinander.

  21. Thomas Fritsche sagt:

    Der längste Tag des Jahres ist schon vorbei und der Sommer hat begonnen. Die veränderliche Tageslänge im Jahresverlauf hat einen starken Einfluss auf die Blütenbildung. So sind Fuchsien und Rittersporn z.B. Langtagspflanzen. Das heißt, sie legen erst bei einer Tageslänge ab etwa 14 Stunden Blüten an. Kopfsalat und Spinat fangen dabei als Langtagspflanzen an zu schießen, sofern es sich nicht um spezielle Sommersorten handelt. So kommen Langtagspflanzen in den Tropen nicht zum Blühen, da die erforderliche Tageslänge wie bei uns im Sommer nie erreicht wird. Kurztagspflanzen blühen im Herbst oder im Frühjahr. So braucht die Herbstchrysantheme zur Blütenbildung lange Nächte. Ihre Blütezeit ist deshalb auch im Spätsommer und Herbst. Durch zusätzliche Beleuchtung oder Verdunkeln kann man die Tageslänge in den Gärtnereien künstlich beeinflussen und somit viele Pflanzen in ihrem Blühverhalten steuern. Es gibt aber auch tagneutrale Pflanzen, die unabhängig von der Tageslänge blühen können. Für viele Gemüsearten und Salate hat nach der Sonnenwende die Saison erst begonnen

  22. Thomas Fritsche sagt:

    Mit Ausnahme der Buschtomaten, die nicht ausgegeizt werden müssen, sollten Tomaten stets eintriebig erzogen werden. Alle Seitentriebe sind möglichst frühzeitig zu entfernen. Dabei ist ein Abschneiden besser, als ein Ausbrechen.

  23. Thomas Fritsche sagt:

    Bei Tomaten sollte man immer wieder am Stamm rütteln, damit eine bessere Bestäubung stattfindet. Das ist besonders im Gewächshaus sinnvoll.

  24. Thomas Fritsche sagt:

    Im engen Gesichtswinkel des Gartenbesitzers, mögen die Blattläuse, die ein paar Blätter ansaugen, Schaden anrichten. Für die Meisen aber, die Marienkäfer und die Schlupfwespen sind die Läuse lebenswichtiger Bestandteil des Speisezettels. Fällt in der Natur ein Glied in der Kette der Zusammenhänge aus, gerät alles aus dem Gleichgewicht

  25. Thomas Fritsche sagt:

    Bei Jungpflanzen von Buschbohnen und Erbsen kann zur Stabilisierung der Boden hochgezogen werden. Lauch ist mehrfach und höher anzuhäufeln, wenn man lange und schön gebleichte Schäfte haben will.

  26. Thomas Fritsche sagt:

    Das Schneiden an Bäumen und Sträuchern sowie Hecken sollte bei ganz großer Hitze, so wie sie jetzt für die nächste Zeit angekündigt ist, vermieden werden. Die Blätter in den unteren Bereichen sind nicht an eine starke Sonneneinstrahlung gewöhnt und können verbrennen. Deshalb sollte für diese Arbeiten, trübes Wetter abgewartet werden.

  27. Thomas Fritsche sagt:

    Säulenobstbäume werden immer beliebter. Schon im zweiten Jahr blühen die kurzen Fruchtspieße am Stamm und tragen bald darauf die ersten Früchte Die schlanken Säulenäpfel brauchen in der Regel keinen Schnitt. Bei Säulenbirnen und -kirschen erscheinen im Sommer aber öfter längere Seitentriebe. Diese sollten jetzt Anfang Juli bis auf ca. 10 Zentimeter gekürzt werden. Steile Konkurrenztriebe, die sich an der Spitze entwickeln können, werden ganz entfernt. Ein Schnitt im ausgehenden Winter ist nicht ratsam, da dieser einen starken Neuaustrieb verursacht. Der Sommerschnitt bremst das Wachstum. Die meisten Sorten sollten eher früh geerntet werden, da sie bei voller Reife schnell weich werden.

  28. Thomas Fritsche sagt:

    Zur Bekämpfung des Apfelwicklers, der für die Vermadung des Apfels verantwortlich ist, sollten alle frühzeitig heruntergefallenen wurmstichigen Früchte aufgelesen werden. Dadurch reduziert sich die Befallsquote wesentlich. Erst die zweite Generation des Apfelwicklers richtet den eigentlichen Schaden an. Eine ebenfalls biologische Maßnahme ist das Anbinden von Wellpappe am Baum. Diese wird als Versteck vom Apfelwickler zum Verpuppen angenommen. Nach der Verpuppung ist die Wellpappe zu vernichten. Die im August sich entwickelnde zweite Wicklergeneration kann auch durch Schlupfwespen mit dem Namen Trichogramma dendrolomi bekämpft werden. Eine Schachtel mit parasitierten Eiern pro Baum genügt. Etwa 10 Tage nach der Ausbringung schlüpfen daraus etwa 3000 nützliche Wespen, die eifrig die Eigelege der Apfelwickler aufsuchen.

  29. Thomas Fritsche sagt:

    Für eine Aussaat im Gemüsegarten eignen sich jetzt noch Buschbohnen, späte Möhren, Rote Beete, Knollenfenchel, Blumenkohl, Brokkoli, Rettiche und Grünkohl. Man sollte auch an einen Platz für Endivien, späte Kohlrabisorten und Winterlauch auf dem Saatbeet denken. Bohnenkraut wird gerne zwischen die Buschbohnen gesät. Folgesaaten von Kerbel und Kresse schließen bei den Kräutern eine lückenlose Ernte.

  30. Thomas Fritsche sagt:

    Jetzt bei der großen Hitze sollten entstandene Erdspalten mit lockerem Boden überzogen werden, damit die Feuchtigkeit aus tieferen Schichten nicht so schnell entweichen kann. .

  31. Thomas Fritsche sagt:

    Die Gurken sollte man immer durchpflücken und nicht zu groß werden lassen. Hier geschieht das Gleiche wie bei den Zucchini. Die großen Früchte entsenden ein Hormon an die Pflanze, das dafür sorgt, dass die kleineren absterben.

  32. Thomas Fritsche sagt:

    Besonders in Gebieten mit wenigen natürlichen Wasserstellen und vor allem jetzt bei der großen Trockenheit, üben Vogeltränken und Gartenteiche eine magnetische Wirkung auf die Vogelwelt aus. Dadurch ergeben sich interessante Beobachtungen, wenn sich z. B. Meisen, Finken, Amseln, Grasmücken und Türkentauben zum Trinken und Baden einfinden. Günstig sind unterschiedliche Wassertiefen und den Wasserspiegel überragende Steine die Anflug- und Sitzgelegenheit bieten. Die schönsten Vogeltränken sind in Granit gehauene flache Mulden. Wichtig ist ein regelmäßiges Nachfüllen mit frischem Wasser. Je öfter eine Säuberung stattfindet, umso besser ist es für Vögel. Natürlich sind auch die Igel für Wasserstellen sehr dankbar.
    Bild: Sehr dekorativ sind Vogeltränken aus Granit.

  33. Thomas Fritsche sagt:

    Balkone und Gärten können wahre Blumenparadiese und Nahrungsquellen für Honigbienen, Hummeln und andere nützlichen Insekten sein. Es gibt Blumen die Bienen besonders anziehen. Dazu gehört der Salbei, Thymian, Ysop, Lavendel, Cosmee, Zauberglöckchen, Prachtkerze, ungefüllte Dalien, Duftsteinrich, Lobelie, Anisysop und natürlich alle Zwiebel- und Knollengewächse. So kann jeder im Garten oder auf dem Balkon mit Blumen kleine Naturoasen schaffen, deren Anblick auch der Seele des Menschen gut tun. So wurde der Zweizahn, mit dem botanischen Namen Bidens „BeeDance-Painnted Red“, vom Bayerischen Gärtnerverband als die Blume des Jahres 2016 ausgezeichnet, weil er außerordentlich stark Nützlinge anzieht. Neben der Honigbiene sind die Besucher auch Wildbienen und Schmetterlinge. Das Besondere an der Blume des Jahres sind die roten Spitzen der Blüten, deren Farbe je nach Witterung in verschiedenen Rottönen leuchtet. Der normale Zweizahn ist dagegen immer gelb gefärbt.

  34. Thomas Fritsche sagt:

    Bei der Trockenheit setzen sich im Rasen diejenigen Pflanzen durch, welche tiefgehende Wurzeln haben und auch weniger Wasser verdunsten. So entwickelt sich von selbst ein artenreicher Blumenteppich, der pflegeleicht ist und schön aussieht. Somit ist keine Neuaussaat notwendig, wie sie oft empfohlen wird. Die Natur hilft sich ganz von selbst, wenn nicht mehr laufend gewässert und gedüngt wird. Ein Fachmann kann schnell in einem solchen Rasen über 20 niedrige Kräuter entdecken, die zum großen Teil sogar heilkräftig sind. Ein englischer Zierrasen, der der nur aus einer Pflanzenart besteht ist rein ökologisch eine fast tote Fläche.

  35. Thomas Fritsche sagt:

    Es ist leider immer noch viel zu wenig bekannt, dass man Zucchini auch roh essen kann. So sind sie besonders gesund. Vor allem die gelben Früchte haben einen sehr guten und milden Geschmack. Je kleiner die Früchte geerntet werden, umso wertvoller sind sie. Auch Gurken sollte man immer durchpflücken und nicht zu groß werden lassen. Hier geschieht das Gleiche wie bei den Zucchini. Die großen Früchte entsenden ein Hormon an die Pflanze, das dafür sorgt, dass die kleineren absterben.

  36. Thomas Fritsche sagt:

    Viele Kräuter kann man jetzt durch Stecklinge vermehren. Dazu werden zum Beispiel von Beifuß, Salbei und Zitronenmelisse aber auch von Estragon, Lavendel, Rosmarin und Thymian die Triebspitzen abgeschnitten. Diese werden dann in mit Sand gefüllte kleine Töpfe gesteckt, angegossen und an einen sonnengeschützten Platz aufgestellt. Als Verdunstungsschutz legte man eine Folie darüber. Sobald sich die ersten Wurzeln gebildet haben, werden die Stecklinge in Töpfe mit Erde gepflanzt.

  37. Thomas Fritsche sagt:

    Wenn ältere Bäume gewässert werden, sollte dies stets im äußersten Kronenbereich erfolgen. Dort befinden sich nämlich die Feinwurzeln, die hauptsächlich Wasser aufnehmen.

  38. Thomas Fritsche sagt:

    Anfang August müssen die Endivien ausgepflanzt werden. Wer diesen gesunden Salat nicht selber im Juni- Juli ausgesät hat, der kann auch Jungpflanzen beim Gärtner bekommen. Beim Pflanzen sollte ein Abstand von 25 bis 30 cm eingehalten werden, damit die Köpfe sich richtig kräftig entwickeln können. Die gelben Endiviensalate sind zart, aber nicht lange haltbar. Die Grünen dagegen sind härter und widerstandsfähiger. Sie vertragen auch leichtere Fröste.

  39. Thomas Fritsche sagt:

    Abgeerntete Beete sollten nicht unbedeckt Regen und Sonne ausgesetzt sein. Es gibt jetzt eine Fülle von Möglichkeiten Nachfolgekulturen von Gemüse und Salaten auszusäen oder zu pflanzen. Dabei sollte aber die Fruchtfolge eingehalten werden. Gute Dienste für den ausgelaugten Boden leisten Gründüngungspflanzen wie Phacelia oder ein Gemisch mit dem Titel „Bodenkur“.

  40. Thomas Fritsche sagt:

    An Zitronen- und Orangenbäumchen sollte man nicht ständig schneiden. Diese Arbeit reduziert die Blütenbildung. Besser ist es, nur zu lange Triebe ganz herauszunehmen oder auf Seitentriebe abzusetzen, so wie es auch beim Sommerschnitt von Obstbäumen gemacht wird. Die meisten Blüten erscheinen im Frühjahr. Zitrusbäume können aber das ganze Jahr über blühen und fruchten. Eine Düngung, die in der gleichen Menge wie den Balkonpflanzen erfolgen soll, ist nur in der Hauptwachstumszeit notwendig. Dies sind dann wöchentlich 2 Gramm pro Liter Regenwasser. Eine zu späte Düngung lässt das Holz für den Winter nicht genügend ausreifen. Alle Zitrusbäume wollen sonnig und trotzdem windgeschützt stehen. In hellen, aber kühlen Räumen können diese Kübelpflanzen gut über den Winter kommen.

  41. Thomas Fritsche sagt:

    Die von der Spitzendürre befallenen Zweige, vor allem an Sauerkirschen, aber auch an Aprikosen und Ziergehölzen sollten laufend herausgenommen werden um weitere Infektionen zu vermeiden. Der Pilz wandert von außen nach innen. Deshalb muss bis circa 20 cm in das gesunde Holz geschnitten werden.

  42. Thomas Fritsche sagt:

    Wenn der Brombeeren unterschiedlich ausreifen, handelt es sich um den Befall der Brombeergallmilbe. Diese tritt vor allem verstärkt drei Wochen vor der endgültigen Reife auf. Im unteren Bereich der Frucht beginnen sich einzelner Körner hell zu verfärben. Später können auch ganze Früchte befallen seien. Diese schmecken bitter und sind kaum noch zu bearbeiten. Sie sind aber nicht die giftig, wie oft gemeint wird. Die befallenen Früchte sollten laufend entfernt und vernichtet werden. Damit kann man weitere Infektionen eindämmen. Die Brombeergallmilbe liebt Wärme. Deshalb sollten Brombeeren auch nicht an einer warmen Hauswand gepflanzt werden. Auch Ballentrockenheit mögen die Pflanzen nicht. Spätsorten sind besonders anfällig für die Brombeergallmilbe.

  43. Thomas Fritsche sagt:

    Im Gewächshaus ist angebracht, jetzt schon an den blühenden Tomatenpflanzen im Vorbeigehen zu schütteln. Damit wird der fehlende Wind, der für die Bestäubung notwendig ist, ausgeglichen. Am besten wirkt die Schüttelmethode in der Mittagszeit. Tomaten gehören laufend aufgebundenen. Alle Geiztriebe, die aus dem Blattachsen kommen, sind auszubrechen. Kleinfrüchtige Tomatensorten wachsen deutlich stärker als zum Beispiel Fleischtomaten. Sie lassen deshalb auch gut mehrtriebig erziehen. Dann wachsen die Kleinfrüchtigen nicht so hoch und können leichter beerntet werden.

  44. Thomas Fritsche sagt:

    Tomaten gehören laufend aufgebundenen. Alle Geiztriebe, die aus dem Blattachsen kommen, sind auszubrechen. Die Tomaten brauchen einen nährstoffreichen Boden und den sonnigsten Standort im Garten. Der Wasserbedarf ist höher als meistens angenommen wird. Eine altbewährte Methode ist das Eingraben von Tontöpfen neben der Pflanze bis knapp unter dem oberen Topfrand. Dadurch wird ein Trichter gebildet, der das Gießwasser aufnimmt. In den letzten Jahren haben sich Überdachungen bewährt.

  45. Thomas Fritsche sagt:

    Kübelpflanzen sollten jetzt schon keinen Dünger mehr bekommen, damit sie vor dem Winter noch richtig ausreifen können. Wenn das Wetter wieder kühler wird brauchen sie auch bei längeren Nächten weniger Wasser. Es besteht nämlich sonst die Gefahr, dass die Wurzeln absterben. Geranien und andere Balkonblumen sind ständig auszuputzen. Das heißt, Verwelktes wird immer wieder ausgebrochen. Das fördert die Bildung neuer Blüten und beugt Fäulnis vor.

  46. Thomas Fritsche sagt:

    Die Kartoffeln sollen noch ca. 3 Wochen nach dem völligen Einziehen des Laubes noch im Boden verbleiben, um ausreifen zu können. Die Nachreife ist abgeschlossen, wenn sich bei kräftigen Reiben mit dem Daumen die Schale nicht mehr von der Knolle löst. Das Abtrennen des Laubes hat auch noch den Vorteil, dass die Kocheigenschaften innerhalb einer Sorte einheitlicher werden
    Die Einlagerung in einem kühlen und luftfeuchten Keller kann nur dann erfolgen, wenn die Knollen vorher einige Tage gründlich abgetrocknet sind. Die Kartoffeln, die jetzt schon geerntet werden, können aber bedenkenlos verzehrt werden. Sie schmecken frisch aus dem Boden unglaublich gut.

  47. Thomas Fritsche sagt:

    Kübelpflanzen leiden an heißen Sommertagen deutlich mehr, als ausgepflanzte Gewächse. Die Pflanzgefäße heizen sich bei direkter Sonneneinstrahlung sehr auf. Dies ist besonders bei den schwarzen Kunststofftöpfen der Fall. Hier werden oft Temperaturen bis zu 50° C erreicht. Aber schon ab 30°C sterben bei vielen Pflanzen die Wurzeln ab. Ein vorübergehendes Beschatten mit Kartons ist dann vorteilhaft. Auch können die schwarzen Kunststofftöpfe in einen größeren Kübel aus einem Naturmaterial eingestellt werden. Ton- und Terrakottagefäße sind atmungsaktiv und kühlen. Das Umtopfen ist noch bis Ende August möglich. 30 % der Erde sollte mineralisches Substrat wie gebrochener Liapor sein. Normale Blumenerde sackt bei den großen Kübeln in sich zusammen. Das führt dann leicht zur Vernässung.

  48. Thomas Fritsche sagt:

    Im August wird der Knollenfenchel erntereif. Dieses zarte Gemüse ist sowohl eine Heil-, als auch eine Gewürz- und Gemüsepflanze. Der Fenchel gedeiht am besten an einem sonnigen, warmen Standort. Der Boden sollte zwar durchlässig sein, aber auch Feuchtigkeit speichern. Das Fenchelkraut wird getrocknet und hilft als Tee bei Blähungen, Koliken und Verstopfungen. Wegen seiner beruhigenden und antiseptischen Wirkung kann der Tee bei Augenentzündungen als auch Spülung oder Kompresse eingesetzt werden.

  49. Thomas Fritsche sagt:

    In diesem Jahr kommt besonders häufig an den Tomaten die Blütenendfäule vor. An der Spitze der Früchte bildet sich abgestorbenes Gewebe, das eine braune Kappe erzeugt. Es handelt sich um Kalziummangel, ganz ähnlich wie bei der Stippigkeit der Äpfel. Dennoch muss es nicht heißen, dass zu wenig Kalziumvorrat im Boden vorhanden ist. Häufig ist es der Fall, dass durch Stickstoffüberschuss nicht genügend Kalzium in die Pflanze transportiert werden kann. Auch kann der Mangel auftreten, wenn die Tomaten zu trocken gehalten werden. Die länglichen Tomaten sind anfälliger gegenüber der Blütenendfäule, als runde Früchte. Eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit und das Mulchen mit Rasenschnitt minimiert das Problem. Wenn die Früchte der Tomaten am Stielansatz nicht richtig ausreifen, handelt es sich um den so genannten Grünkragen. Gefördert wird diese Erscheinung durch ein Missverhältnis zwischen den Nährstoffen Kalium und Magnesium im Boden. Die einzelnen Sorten reagieren jedoch sehr unterschiedlich darauf.
    Bild: Blütenendfäule bei Tomaten

  50. Thomas Fritsche sagt:

    Wenn die Früchte der Tomaten am Stielansatz nicht richtig ausreifen, handelt es sich um den so genannten Grünkragen. Gefördert wird diese Erscheinung durch ein Missverhältnis zwischen den Nährstoffen Kalium und Magnesium im Boden. Die einzelnen Sorten reagieren jedoch sehr unterschiedlich darauf.

  51. Thomas Fritsche sagt:

    Jetzt ist die richtige Zeit, leer stehende Beete mit einer Gründung aufzubessern. Es gibt keine billigere Methode, die gleichzeitig so wirksam ist, als mit geeigneten Pflanzen wie Lupinen, Perserklee, Ölrettich, Raps, Bienenfreund, Sommerblumen, Futtererbsen, Senf oder einem Gemisch aus vielen dieser Pflanzen zu arbeiten. Gut bewährt haben sich für die Aussaat im August die Mischungen Landsberger Gemenge, Bodenkur Grünhumus, Grünaktiv und Bodenkur. Auch kann Roggen ausgesät werden. Dieser bleibt im Winter stehen und wird erst im Frühjahr eingegraben. Dadurch können Pflanzennährstoffen aufgefangen werden. Sie driften dann nicht in den Untergrund ab. Dies ist gerade unter Umweltgesichtspunkten heute von besonderer Bedeutung. Gleichzeitig schont die Gründüngung den Boden im Herbst und im Winter. Die Schmetterlingsblüher unter den Grünendüngungspflanzen sind in der Lage, aus der Luft Stickstoff zu entnehmen und mit Hilfe von Knöllchenbakterien diesen in den Wurzeln einzulagern. Nach dem Abfrieren und Vergehen der Pflanzen wird der Stickstoff langsam wieder frei gesetzt und kann von Jungpflanzen zum Aufbau neuer Pflanzenmasse genutzt werden. Gleichzeitig wird die Fruchtbarkeit zusätzlich von kleinen Lebewesen, Pilzen und Bakterien gefördert.
    Die Aussaat all dieser Pflanzen wird auf den Beeten breitwürfig vorgenommen und mit einer Harke oder einem Grubber flach eingearbeitet. Nach dem Abfrieren der Pflanzen können diese kompostiert oder als Bodenbedeckung bis zum Frühjahr liegen bleiben. Ihre Masse jedoch steht für die Humusbildung zur Verfügung. Bei ihrem Wachstum durchdringen die Wurzeln außerdem tiefere Bodenschichten und lockeren sie. Dadurch gelang Luft in den Boden, was der Bodenstruktur hervorragend bekommt. Ganz nebenbei wird der Boden noch beschattet.

  52. Thomas Fritsche sagt:

    Der Kauf von Containerware macht es heute möglich, den Garten auch im Sommer zu bepflanzen. Durch neue Züchtungen wird das Angebot der Baumschulen und Gartencenter an passenden Sorten von Beerensträuchern immer größer und interessanter. So sind bei den Brombeeren schon länger die Stacheln weggezüchtet worden. Aber erst neuere Sorten weisen geschmacklich alle Eigenschaften auf, wie ihre stacheligen Verwandten und können diese sogar noch übertrumpfen. Neben einem hervorragenden Geschmack sind z. B. die Brombeersorten Choctaw und Navaho interessant. Sie wachsen nicht mehr mit langen Ranken, sondern mit straff aufrechten Trieben, die frei stehen können.

  53. Thomas Fritsche sagt:

    Entscheidend für das Wachstum der Erdbeerjungpflanzen auf dem neuen Beet ist die Pflanztiefe. Die Pflanzen sollten so weit in den Boden kommen, dass sich der Wurzelhals mit dem Herz, d.h. der Mittelknospe, über der Erde befindet. Gelangt die Mittelknospe beim Pflanzen in die Erde, ist Kümmerwuchs oder gar das Absterben der Jungpflanzen die Folge. Zu flach darf auch nicht gepflanzt werden, weil in diesem Fall der Wurzelansatz nicht mit Erde bedeckt ist. und austrocknet. Bei beiden Fehlern kümmern die Pflanzen und überstehen Trockenzeiten im Sommer und härtere Frostperioden im Winter selten.

  54. Thomas Fritsche sagt:

    Die günstigste Zeit des Erdbeeranbaues ist zwar Mitte August, doch Trockenheit und Urlaubszeit brachten den Termin durcheinander. Jetzt sollte die Arbeit aber bald in Angriff genommen werden. Beim Einkauf von Jungpflanzen ist besonders auf gute Qualität zu achten. Der Topfballen sollte vor allem gut durchwurzelt sein. Auf schweren Böden ist es vorteilhaft, Erdbeeren auf hochgezogenen Dämmen zu kultivieren. Hier leiden die Wurzeln bei einer Regenperiode nicht unter Staunässe. Weil sich die Erdwälle im Frühjahr relativ schnell erwärmen, beginnen die Erdbeerpflanzen sehr bald mit ihrem Wachstum. Da die Erde in den Wällen weder zu nass, noch zu kalt ist, leiden die Erdbeeren hier kaum unter der Roten Wurzelfäule. Die Kultur auf Erddämmen beugt auch dem Auftreten des Grauschimmelpilzes vor, weil die Früchte oberhalb der bodennahen Luftschicht heranwachsen. Auch die Luft kann so besser zirkulieren und unterhalb des Laubes hindurch streichen.

  55. Thomas Fritsche sagt:

    Um den Nitratgehalt in Möhren und Pastinaken auch noch nach der Ernte abzusenken, ist vorteilhaft sie mit Laub zu ernten. Dieses sollte mindestens 2 Tage nach der Entnahme aus dem Boden an den Pflanzen verbleiben. So kann Nitrat, welches in der Frucht eingelagert ist, noch weiter abgebaut werden. Die beste Erntezeit für Wurzelgemüse am Nachmittag.

  56. Thomas Fritsche sagt:

    Die Blätter der Zitronenmelisse haben eine sehr entspannende Wirkung bei nervösen Magen- und Herzbeschwerden so wie bei Nervosität und Überreizung. Vor allem, wenn man nicht einschlafen kann, wirkt ein Melissentee wahre Wunder. Dazu werden 2 Teelöffel geschnittene Melissenblätter pro Tasse mit 0.25 Liter kochendem Wasser übergossen und nach 10 Minuten abgeseit. Man kann die Blätter grün oder trocken verwenden. Das gleiche gilt auch als Badezusatz. Die Zitronenmelisse verleiht auch den Speisen einen sehr aromatischen Geschmack. Das Kauen der frischen Blätter ergibt einen guten Mundgeruch.

  57. Thomas Fritsche sagt:

    Es ist wichtig sehr wichtig, dass Kinder mit einem liebevollen und respektvollen Umgang mit der Natur vertraut gemacht werden. Dazu bietet der Garten ideale Möglichkeiten. Hier können nachhaltige Dinge des Lebens erlernt werden wie der Umgang mit Tieren und Pflanzen. So wird ein dauerhafter, in die Zukunft reichender Prozess angestoßen. Später erinnern sich dann die jungen Mütter und Väter gerne wieder, was sie als Kind im Garten erlebt haben und geben diese Erfahrung dann wieder weiter. Dabei spielen die Großeltern meistens eine tragende Rolle. Der Garten kann so zu einem wichtigen Ort der Entfaltung und Entwicklung werden. Besonders kleine Kinder sind noch sehr dicht am Puls der Natur. Diese Einstellung gilt es zu erhalten oder zu fördern.

  58. Thomas Fritsche sagt:

    Möhren sind zweijährige Pflanzen. Das heißt, im ersten Jahr sammeln sie einen Vorrat in Form einer Rübe, um dann ein Jahr darauf zu blühen Dann stirbt die Möhre. Bei blühenden Exemplaren sind die Rüben zäh und ungenießbar. Der heutige „zivilisierte “ Mensch hat keine Ahnung mehr von diesen elementaren Dingen und müsste, auf sich selbst gestellt, verhungern. Viele haben auch den Zugang zu natürlich angebauten Lebensmitteln verloren.

  59. Thomas Fritsche sagt:

    Es ist eine Unsitte, jetzt gleich Stauden wie Pfingstrosen oder Phlox ganz herunter zu schneiden, um den Garten „herbstfest“ zu machen. Das geschieht nach dem Motto: Hauptsache sauber. Die Kraft aus den oberirdischen Teilen sollte aber Zeit haben, in das Wurzelwerk einwandern zu können. Es ist doch schön, dass Werden und Vergehen im Garten erleben zu können.

  60. Thomas Fritsche sagt:

    Übrig gebliebener kalter Kaffee schwarz aus der Kanne und ohne Zusatz von Zucker oder Milch ist ein hervorragender Blumendünger. Nicht nur Orchideen lieben ihn. Natürlich sollten jetzt keine Kübelpflanzen mehr, die überwintern werden, in den Kaffeegenuss kommen. Diese Düngung sollte man nicht übertreiben, da Kaffee auch Stickstoff enthält. Der Kaffeesatz ist ebenfalls ein guter Dünger und eignet sich hervorragend zum Mulchen von Hortensien oder Moorbeetpflanzen. Im Komposthaufen ist er zudem ein gutes Futter für die Kompostwürmer.
    Übrigens, wenn der Kaffeesatz im Boden eingearbeitet wird, vertreibt er dort Ameisen.

  61. Thomas Fritsche sagt:

    Nur wenig ist bekannt, das die Samen von Brennnesseln sehr reich an fettlöslichen Vitaminen sind. Diese haben eine anregende Wirkung auf die Keimdrüsen von Frau und Mann. Es sollten aber nur die grünen Fruchtkörper genommen werden, da, die schwarzen schon verdorben sind. In der Tiermedizin dienen die Samen schon lange als Dopingmittel. Im Alpengebiet essen die alten Leute täglich Brennnesselsamen als Vitaltonikum. Hiervon kann man pro Tag ein bis zwei Esslöffel über Salat und aufs Brot gestreut zu sich nehmen. Der grünlich-gelbe Samen ist jetzt mit Handschuhen zu ernten. Dann wird er getrocknet und mit der gleichen menge Salz in einer Reibschale einige Minutenlang verrieben. Dunkel und trocken aufbewahrt hält das so hergestellte Kräutersalz ein bis zwei Jahre.

  62. Thomas Fritsche sagt:

    Im Garten gilt es jetzt für den kommenden Winter zu vorausschauend handeln. Für frühjahrsblühende Zwiebel- und Knollengewächse hat die Pflanzzeit schon begonnen. Sie gedeihen auch unter Bäumen und Sträuchern. Im unbelaubten Zustand dringt ihm Frühling genügend Licht zum Boden. Dank der vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten von Zwiebeln- und Knollengewächsen kann jeder Garten ohne großen Aufwand bereichert werden. Dabei sollte man sich nicht nur auf Tulpen und Narzissen beschränken. Wer die anspruchslosen und zum Verwildern geeigneten Kleinzwiebelpflanzen an zusagenden Stellen im Garten ansiedelt, wird schon bald mit beglückenden Naturerlebnissen belohnt. Je früher die Pflanzung im Herbst, umso besser ist das Anwurzeln der Zwiebeln und Knollen. Vor allem gilt dies für Schneeglöckchen, Märzenbecher und Narzissen, die dankbar für ein frühes Setzen sind. Auch lassen sich einige Zwiebelblumen gut im Rasen verwildern. Dazu gehören vor allem Schneeglöckchen, Märzenbecher, Krokus, Schneestolz und Blausternchen. Als Faustregel für die Pflanztiefe gilt: Die Unterseite der Zwiebel sollte etwa zwei- bis dreimal so tief liegen, wie die Zwiebel groß ist. So kommt die Kaiserkrone mindestens 20 cm in den Boden, während bei Schneeglöckchen 4 cm Erdabdeckung genügt. Die Zwiebeln der Feuerlilie und der Madonnenlilie, die jetzt dringend gepflanzt werden sollten, werden nicht mehr als 2 bis 3 cm hoch mit Erde bedeckt. Sonst neigen sie nämlich zu Fäulnis. Bei allen anderen Lilien lohnt es sich aber auch, eine durchlässige Schicht anzulegen. Viele andere Linienarten dürfen noch bis November gepflanzt werden. Empfehlenswert ist bei den Lilien ein Platz auf einem voll sonnigen Beet, jedoch eng zwischen anderen Stauden, damit die Zwiebel beschattet ist. Besonders zarte Blüten kommen am besten zur Wirkung, wenn man sie in lockere Gruppen anordnet. Die meisten Blumenzwiebelarten brauchen durchlässigen Boden und reagieren sehr empfindlich auf Staunässe. In feuchten Lagen empfiehlt sich, etwas Sand in den Untergrund zu mischen. Nicht ganz verrotteter Kompost oder Mist führt ebenfalls zur Fäulnis der Zwiebel.

  63. Thomas Fritsche sagt:

    Pfingstrosen gehören zu den wenigen Stauden, die man ungestört wachsen lassen soll. Sie benötigen viele Jahre, bis sich erst einmal entwickeln haben. Wenn aber das Teilen und Verpflanzen notwendig wird, geschieht dies am besten im September. Jetzt beginnt auch eine gute Pflanzzeit für Schwertlilien und Steppenkerzen. Das gilt auch für Rhabarber. Nach acht Jahren Standzeit sollte deren Wurzelstock nach dem Einziehen der Blätter aus dem Boden gegraben und an einem anderen Standort wieder eingebaut werden. Wenn dies bis Ende September geschieht, kann der Rhabarber bereits im nächsten Frühjahr wieder geerntet werden. Die Vermehrung ist durch Teilung möglich. Ein Teilstück sollte eine Knospe und ca. ein Kilogramm Gewicht haben. Rhabarber liebt die Sonne so wie tiefgründigen und nährstoffreichen Boden.

  64. Thomas Fritsche sagt:

    Als Wurzelgemüse darf die Rote Bete lange im Boden bleiben. Dann ziehen auch die Wertstoffe aus den Blättern in die Rüben ein. Wurzelgemüse kann man ein paar Tage vor der Ernte mit der Grabgabel leicht anheben, so dass die Wurzeln reißen. Durch diese Störung verlagert sich ein Großteil des eingelagerten Nitrates in das Laub. Zu dicht stehende Rüben behindern sich gegenseitig. Bei einer dichten Aussaat ist ein laufendes Verziehen angebracht. So kann auch ein Teil der Rüben vorzeitig in den Kochtopf landen. Es viel zu wenig bekannt, dass auch die Blätter und die Stiele, ähnlich wie bei Mangold, essbar sind.

  65. Thomas Fritsche sagt:

    .An Bäumen sollte jetzt nicht mehr geschnitten werden. Bis ca. 20. September können die Wunden noch vom Baum nach alter Regel abgeschottet werden. Sie sind bei einem späteren Schnittzeitpunkt schutzloser und können somit leichter Eintrittspforten für Krankheiten werden. Es ist viel zu wenig bekannt, dass Bäume das Schneiden in der Vegetationszeit am besten verkraften.

  66. Thomas Fritsche sagt:

    Leider sieht man schon in manchen Gärten, wie Rosen und auch Stauden zurückgeschnitten werden. Die Kraft aus dem Laub und den Stängeln muss aber langsam in die Wurzeln einziehen können, um für nächstes Jahr viel Kraft für einen Neuaustrieb zu haben. Hier gilt es, das übertriebene Putzstreben im Griff zu haben. Ein Garten muss im Herbst langsam ausreifen können. Das hat einen ganz besonderen Reiz.

  67. Thomas Fritsche sagt:

    Sehr wichtig ist der richtige Zeitpunkt des Schneidens. Darauf wird immer weniger Rücksicht genommen. Wenn man sich in Wertstoffhöfen zurzeit umschaut, scheinen die Hobbygärtner wie wild in ihren Gärten zu schneiden. Eine Wagenladung nach der anderen wird mit Gehölzschnittgut abgeladen. Jetzt ist der Zeitpunkt zum Schneiden denkbar ungünstig für die Pflanzen. Diese müssen vor dem Winter noch ausreifen und ihre Kraft in die Wurzeln befördern. Wenn dann die Wunden den ganzen Winteroffen stehen, bilden sich Risse im Holz und Pilze wie Porlinge können eindringen. Für einen Verjüngung- oder Erhaltungsschnitt von Sträuchern ist beste Zeit im zeitigen Frühjahr, bevor der Saft aufsteigt. Dieser weckt dann die „schlafenden“ Augen, die dann für einen guten Zuwachs sorgen. Außerdem nimmt die Frostempfindlichkeit durch vorzeitiges Schneiden enorm zu. Dies gilt auch für Lavendel, Heidekraut, Rosen, Schmetterlingsstrauch und Bartblume.

  68. Thomas Fritsche sagt:

    Vor einem großen Frost sollten unbedingt Zucchini in und Kürbisse eingeräumt werden. Sie vertragen keine Minusgrade. Zucchini lassen sich in kühlen und trockenen Räumen einige Zeit lagern. Sie können auch gleich in Scheiben geschnitten und Eingefroren werden. Unreife Tomaten werden gerne an auf den Küchenschrank gelegt, damit sie dort nachreifen können. Kürbisse lieben ebenfalls einen kühlen und trockenen Keller oder einen nichtbewohnten, unbeheizten und frostfreien Raum. Das gleiche gilt für die Nüsse. Feuchte Keller aber sind für die aufgezählten Früchte ungeeignet.

  69. Thomas Fritsche sagt:

    In den Gärten wird zurzeit einfach drauf los geschnitten. Das lässt jedes Wissen über die Gesetzmäßigkeit des Triebwachstums vermissen. Man muss dabei auch bedenken, dass die Wunden an den Gehölzen bis zum Frühjahr offen und damit ungeschützt bleiben. Der Baum oder Strauch kann in der Ruhezeit des Wachstums seine Wunde nicht mehr selber gegen Pilzkrankheiten abschotten. Außerdem bilden sich Risse durch Eintrocknung an den Schnittstellen, in die Pilzsporen einwandern können Ein Rückschnitt bei Sträuchern oder Bäumen sollte deshalb ab Anfang Oktober auf keinen Fall mehr erfolgen. Er erhöht jetzt zudem enorm die Empfindlichkeit gegen Kälte, da die schützenden Mineralien mit dem aufsteigenden Saft im Spätwinter im Restholz und Knospen zu sehr verwässert werden. Hier muss gewartet werden bis zum ausgehenden Winter. Das Schneiden im Herbst hat sich so langsam immer mehr eingebürgert. Milde Winter haben hier wahrscheinlich eine Leichtfertigkeit mit sich gebracht, die sich bei größerer Kälte aber sehr rächen kann. Zudem führt alles Schneiden in den oberen Bereichen der Gehölze zu einem Wachstum mit sehr vielen jungen Trieben. Es bilden sich dann sogenannte Besen. Ganz schlimm ist aber das Rundschneiden der Sträucher, die damit bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt werden und auch kaum mehr im Frühling blühen können, da die im Spätsommer angelegten Blüten weggeschnitten werden. Übertriebenes Sauberkeitsdenken sorgt dann auch in den Gärten für einen beängstigen Artenschwund.

  70. Thomas Fritsche sagt:

    Zwiebeln verlieren ihren würzigen Geschmack, wenn sie zusammen mit Äpfeln lagern, geworfen, gedrückt oder in sonstiger Weise unsanft behandelt werden.

  71. Thomas Fritsche sagt:

    Kürbisse fördern die Verdauung und neutralisieren Gift- und Gärstoffe im Darm. Außerdem kann man mit Kürbisspeisen erhöhte Cholesterinwerte senken. Bei Nieren- und Prostataleiden ist es sinnvoll, viel Kürbis zu essen. Mit dem Genuss dieser Frucht werden auch die Nerven gestärkt werden. Man nimmt zu dem leicht ab, da 100 Gramm Kürbis nur 25 Kalorien liefern.

  72. Thomas Fritsche sagt:

    Im Herbst gibt es Bäume, Sträucher und Stauden in Baumschulen und Staudengärtnereien in besonders reicher Auswahl. So ist ein entspanntes Einkaufen möglich. Der Zeitpunkt zum Pflanzen ist jetzt ideal, denn die Erde ist noch etwas warm vom Sommer. So können noch vor dem Winter von den Pflanzen viele Saugwurzeln gebildet werden, die ein gutes Anwachsen bewirken und im Frühjahr ein besseres Weiterwachsen versprechen. Der Regen hat den Boden einigermaßen mit Feuchtigkeit versorgt und damit das Graben erleichtert. Die Pflanzen befinden sich oberflächlich in der Ruhephase und können sich auf den Ausbau der unterirdischen Infrastruktur konzentrieren. Anders ist es bei einer Pflanzung im Frühjahr. Da sich noch Feinwurzeln bilden müssen, können am Anfang noch wenig Wasser und Nährstoffe aufgenommen werden. Trockene Zeiten können dann nicht so gut überstanden werden. Es sollte auch bedacht werden, dass sich der Winter in den letzten Jahren immer weiter nach hinten verschoben hat. Der Zeitraum im Frühjahr kann somit eingeschränkt werden.

  73. Thomas Fritsche sagt:

    Der Apfel ist noch viel gesunder, als bisher angenommen wurde. Dies haben zahlreiche Studien in den letzten Jahren heraus gefunden. So transportiert das Pektin im Apfel Blei und andere Giften aus unseren Körper. Das Vitamin- C schützt den Herzmuskel vor Entzündungen. Kalium und Magnesium können zu hohem Blutdruck senken. Die B- Vitamine wiederum fördernd das Denken. Nicht umsonst gibt es das englische Sprichwort: „An apple a day, keeps the doctor away“ (ein Apfel pro Tag erspart den Arztbesuch). Denn im Apfel sind fast alle Inhaltsstoffe, die der Körper zum Leben braucht. Das Gleiche gilt auch für die Erdäpfel, wie die Kartoffeln in manchen Gegenden genannt werden. Allein etwa 140 chemische Verbindungen wurden in rohen oder gekochten Kartoffeln entdeckt. Wer viele Äpfel und Kartoffeln ist, lebt äußerst gesund. Sie helfen zudem den Körper zu entsäuern, entgiften und entschlacken. Um diesen Prozess zu unterstützen, ist es wichtig viel zu trinken.

  74. Thomas Fritsche sagt:

    Vor dem Winter sollte man den Rasen unbedingt noch einmal mähen. Der Schnitt darf aber nicht zu kurz ausfallen, da durch den Frost die Grasnarbe geschädigt werden kann. Das abgemähte Gras ist sauber zu entfernen, da sonst Schneeschimmel auftreten kann. Solange die Temperaturen nicht dauerhaft unter plus sechs Grad fallen, wachsen die Gräser noch. Beim Schneiden des Rasens mit dem Rasenmäher wird das aufliegende Laub gleichzeitig zerkleinert und mit dem Gras vermischt. So entsteht ein Substrat, das besonders gut verrottet. Es eignet sich dann auch für die Abdeckung von Gemüsebeeten so wie zum Kompostieren.

  75. Thomas Fritsche sagt:

    Eine gute Möglichkeit zur kurzfristigen Lagerung von Wurzelgemüse ist das Einpacken mit Laub in einen Wäschekorb. So werden durch die isolierende Schicht einige Minusgrade locker weggesteckt. So kann man bis zu den ganz großen Frösten auf der Terrasse oder Balkon laufend frische Rote Bete, schwarze Rettiche, Möhren, Pastinaken und Teltower Rübchen aus dem schützenden Laubbett heraus wühlen.

  76. Thomas Fritsche sagt:

    Vor dem Winter sollte man den Rasen unbedingt noch einmal mähen. Der Schnitt darf aber nicht zu kurz ausfallen, da sonst der Frost die Grasnarbe geschädigt werden kann. Das abgemähte Gras ist sauber zu entfernen, da sonst Schneeschimmel auftreten kann. Solange die Temperaturen nicht dauerhaft unter plus sechs Grad fallen, wachsen die Gräser noch. Beim Schneiden des Rasens mit dem Rasenmäher wird das aufliegende Laub gleichzeitig zerkleinert und mit dem Gras vermischt. So entsteht ein Substrat, das besonders gut verrottet. Es eignet sich dann auch für die Abdeckung von Gemüsebeeten so wie zum Kompostieren.

  77. Thomas Fritsche sagt:

    Ab November ist keine gute Zeit mehr den Kompost-, Reisig- oder Laubhaufen umzusetzen. Dadurch werden viele Winterschläfer wie Igel, Blindschleichen und Amphibien Jahr für Jahr getötet. Es sollte gewartet werden, bis die Tiere im Frühjahr ihre Winterquartiere verlassen. Gerade Komposthaufen üben durch ihre Wärmeentwicklung eine magische Anziehungskraft auf viele Winterschläfer aus. Diese sind für das ökologische Gleichgewicht im Garten und Flur äußerst wichtig.

  78. Thomas Fritsche sagt:

    Es gibt eine uralte und erprobte Yogaübung gegen Verstopfung der Nase. Damit haben jetzt besonders viele Menschen belastet. Man muss nur die Luft durch die Nase in den Rachen laut hörbar einziehen, so dass es auch in den Nasennebenhöhlen richtig bebt. Gleich danach ist schon Linderung zu verspüren. Natürlich sollte man diese Methode, die nicht den feinen Sitten entspricht, allein anwenden wie z. B. beim Autofahren. Die Nebenhöhlen werden so richtig befreit und durchmassiert. Es gilt, diese Methode immer gleich dann anzuwenden, so bald ein Anflug von einer Verstopfung zu spüren ist. Auch etwas anderes ist sehr wichtig. Niemals sollte man zu stark in das Taschentuch schnäuzen. So wird Flüssigkeit, die mit Bakterien oder Viren verseucht sein kann, kräftig in die Nebenhöhlen gedrückt und sorgt dort für die verschiedenen Entzündungen.

  79. Thomas Fritsche sagt:

    Blattläuse, Spinnenmilben, Mottenschildläuse und andere Schädlinge verschwinden, wenn man die befallenen Topfpflanzen gelegentlich über Nacht in lauwarmes Wasser getaucht werden. Der Topf wird dabei in umgekehrt auf zwei Stäbe gestützt, sodass sich die Triebe und Blätter unter Wasser befinden. Somit werden die Schädlinge ertränkt. Nur der Topf darf sich nicht im Wasser befinden, da sich Staunässe bilden kann.

  80. Thomas Fritsche sagt:

    Kleine Mengen von Holzasche können durchaus mit auf den Kompost kommen. Ein zu viel führt dabei zur Anreicherung von Schwermetallen wie Cadmium. Eierschalen sollten zum Kompostieren am besten zerkleinert werden. Dies geschieht mit einem Mörser oder durch Zerdrücken der Schalen in einem Wisch & Wegtuch. Ideal zur Verrottung organischer Stoffe sind Schnellkomposter mit einem geschlossenen System. Sie sollten im Winter mindestens halbgefüllt sein, damit sich Wärme entwickeln kann und ein biologisches Gleichgewicht verbleibt.

  81. Thomas Fritsche sagt:

    Es herrscht große Unsicherheit darüber, ob man Äpfel, die unter der Haut braune Flecken und an der Oberfläche leicht eingesunkene Stellen haben, noch essen kann. Es handelt sich dabei aber um keine Pilzkrankheit, wie oft vermutet wird, sondern um eine Störung des Kalziumhaushaltes. Die Äpfel dürfen also ohne gesundheitliche Bedenken genossen werden. Beim Ernten kann man nicht feststellen, welche Früchte später stippig werden. Die Symptome treten oft erst nach Monaten im Lager auf.

  82. Thomas Fritsche sagt:

    Das Kochwasser von der roten Bete ist zu schade zum Wegschütten. Es enthält sehr viel Eisen. Moorbeetpflanzen wie Rhododendron und Azaleen gieren besonders danach. Aber auch Rosen und Hortensien nehmen die Gabe dankbar an. Ebenfalls tut das Kochwasser von der Roten Bete, hier aber verdünnt, den Zimmerpflanzen gut. Es sollte aber zum Gießen immer vorher temperiert sein und nicht warm oder gar heiß verwendet werden.

  83. Thomas Fritsche sagt:

    Das menschliche Immunsystem leistet im Winter Höchstarbeit und kämpft täglich gegen Bakterien und Viren an, ohne dass wir das mitbekommen. Fehlen dem Körper in dieser Zeit bestimmte Vitamine, sinkt die Leistungsfähigkeit des Immunsystems und gleichzeitig steigt die Gefahr, krank zu werden. Deshalb gilt es gerade während der kalten Winterzeit: viel Obst oder Gemüse zu essen. Nicht umsonst gibt es das englische Sprichwort: „An apple a day keeps the doctor away“ (ein Apfel pro Tag erspart den Arztbesuch). Denn im Apfel ist fast alles an Inhaltsstoffen, was der Körper zum Leben braucht. Das Gleiche gilt für die Erdäpfel, wie die Kartoffeln in manchen Sprachregionen auch genannt werden.

  84. Bei Tomaten sollte die Aufzucht der Jungpflanzen nicht zu früh erfolgen. Zum Pflanztermin im Mai kommt es nicht auf die Länge der Pflanzen an. Es ist sehr wichtig, dass die Pflanzen kräftig und gedrungen sind. Hierzu wird nicht nur Wärme benötigt, sondern auch viel Licht. Wer zu früh mit Anzucht beginnt, dem fehlt das so wichtige Licht. Erst Anfang bis Mitte März ist es genügend hell für gute Wachstumsbedingungen. Mit genügend Wärme und Licht dauert es von der Aussaat bis zur pflanzfertigen Jungpflanze nicht länger als acht Wochen. Bei einem Pflanztermin Mitte Mai genügt deshalb die Aussaat am 10. bis 15. März. Selbst Aussaaten so Ende März sind noch gut möglich, da sich dann die Dauer der Anzucht nochmals verkürzt.

  85. Thomas Fritsche sagt:

    Aus den Samen von Orangen und anderen Zitrusfrüchten kann man leicht selbst kleine Bäumchen ziehen. Nur Pampelmusen keimen schlecht. Für die anderen gilt es, dass die Samenkörner frei von Fruchtfleisch sind, ganz frisch oder schonend bei Zimmertemperatur getrocknet wurden. Wenn die Kerne vor der Aussaat für zwei Tage in den Kühlschrank gelegt werden, hilft man ihnen, die Keimruhe zu brechen. Die Samen sollten ein bis zwei Zentimeter tief vereinzelnd in Töpfe mit Aussaaterde gesteckt werden. Um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, können die Töpfe mit einer durchsichtigen Folie abgedeckt werden. Auch das Einstellen in einen größeren Plastikbeutel, der oben locker und luftdurchlässig zugebunden wird, ist möglich. So entsteht ein Minigewächshaus. Nach ca. 3 bis 6 Wochen stoßen die Keimlinge ans Licht. Sobald die Pflänzchen 7 bis 10 cm groß sind, müssen sie in ein anderes Gefäß mit neuer Erde. Die Blumenerde kann mit Tongranulat oder Perlite verbessert werden. Bei einer möglichst hellen und kühlen Überwinterung tragen die Zitrusfrüchte nach einigen Jahren.

  86. Thomas Fritsche sagt:

    Bei Stachel- und schwarzen Johannisbeeren nimmt man vor allem alte und zu dicht stehende Triebe bis zur Basis weg. Dies dient der fortlaufenden Verjüngung. Es können sich dann, durch den aufsteigenden Saftdruck im Frühjahr bedingt, von unten her neue Triebe bilden. Diese sollten nicht länger als drei Jahre verbleiben. Anders ist es bei den roten und weißen Johannisbeeren, die auch noch am älteren Holz tragen. Es sollten aber auch hier jährlich 2-3 neue Triebe von unten her nachgezogen werden, um ein Vergreisen des Strauches zu verhindern. Eine Unsitte ist es, die Triebe gleichmäßig einzukürzen. Dies führt zu besenartigen Verwachsungen, die auch den Nachschub von der Basis hemmen. Nur bei Stachelbeertrieben, die mit dem amerikanischen Stachelbeermehltau im vergangenen Jahr befallenen waren, sollen die kranken Triebspitzen weg kommen, um eine neue Infektion zu verhindern. Die Krankheit ist an der Braunfärbung leicht zu erkennen.

  87. Thomas Fritsche sagt:

    Jetzt sitzen die Gartenbesitzer in den Startlöchern und wollen, mit dem Schneiden anfangen. Man sollte aber bei den Schnittarbeiten im Winter eine gewisse Reihenfolge einhalten. Zwetschgen sind am wenigsten problematisch. Beim Kernobst werden die kleinfrüchtigen Sorten zuerst geschnitten und dann die großfrüchtigen. Junge Kernobstbäume sollten bis zum fünften Standjahr nicht vor Ende Februar behandelt werden. Für Spalierobst ist etwa Mitte März der richtige Zeitpunkt. Das Gleiche gilt für den Pflanzschnitt bei den im Herbst gepflanzten Obstbäumen, der zwingend gemacht werden muss. Durch einen späteren Schnitt wird auch allgemein die Blüte verzögert und somit die Gefahr durch die Spätfröste ein wenig eingedämmt. Man sollte sich nicht von den Erwerbsanbauern irritieren lassen, die aus arbeitstechnischen Gründen gezwungen sind, über einen viel längeren Zeitraum zu schneiden. Optimal ist dies aber nicht. Es gilt auch zu bedenken, dass der Erwerbsanbau hauptsächlich in klimatisch günstigen Lagen betrieben wird. Viele Fachbücher, die von dieser Seite kommen, führen deshalb zu Irritationen
    Auslichtungsschnitt:

  88. Thomas Fritsche sagt:

    Grundsätzlich ist bei allen stark wachsenden Bäumen der Sommerschnitt zu empfehlen. Dieser bremst das Wachstum. Alle Gehölze leiden im Sommer bei einem Schnitt am wenigsten, da sie in der Wachstumszeit ihre Wunden gleich wieder abschotten können. Je länger diese ungeschützt sind, umso schlechter ist es. Pfirsiche werden am besten während der Blüte geschnitten und die ebenfalls frostempfindlichen Aprikosen Ende März.

  89. Thomas Fritsche sagt:

    Tomatensaatgut verliert auch nach mehreren Jahren meist kaum an Keimfähigkeit. Gesät wird in Saatschalen. Es sollte aber ausschließlich spezielle Aussaaterde verwendet werden. Zur Keimung ist neben der Feuchtigkeit eine Temperatur von 20 – 25 Grad anzustreben. Sehr wichtig ist eine möglichst konstante Temperatur (auch nachts) und gleichbleibende Feuchtigkeit, aber keine Nässe. Der Platz auf der Fensterbank über dem Heizkörper mag tagsüber ideal seien. Nachts jedoch bei ausgeschalteter Heizung ist es der kühlste Platz im Raum. Ein sehr guter Schutz vor schwankender Feuchtigkeit und Temperatur ist es, die Saatschalen in eine offene Plastiktüte zu stellen. Diese wird oben locker und noch luftdurchlässig mit einem einfachen Knoten versehen. So mit entsteht ein Minigewächshaus.

  90. Thomas Fritsche sagt:

    Im Gemüsegarten sollte man unbedingt eine Fruchtfolge einhalten. Vor allem nach dem Anbau von Kohlgewächsen ist eine Wartezeit von vier Jahren angebracht. Hiermit bekämpft man besonders die gefürchtete Krankheit Kohlhernie.

  91. Thomas Fritsche sagt:

    Zur gesunden Entwicklung des Kindes ist eine vielfältige und artenreiche Natur äußerst wichtig. Das Wahrnehmen geschieht in einer intakten Natur nicht nur mit den Augen, sondern auch mit den Ohren, der Nase, der Haut, den Händen und Füßen. Moderne Medien sind kein Ersatz für das primäre Erleben mit den Elementen der Natur. Verhaltensstörungen, die sich aus der Entfremdung mit der Umwelt ergeben, sind spürbar.

  92. Thomas Fritsche sagt:

    Mit dem Pflanzen von sehr wärmeliebenden Gemüsearten wie Hokkaido, Gurken, Zuckermais und Zucchini kann man auch noch bis Anfang Juni warten. Dann ist man ziemlich auf der sicheren Seite. Ende Mai kann es oft noch einmal empfindlich kühl werden. Auch für Basilikum ist ein späterer Auspflanztermin besser.

  93. Thomas Fritsche sagt:

    Niedrige Bodentemperaturen können dazu führen, dass die Sämereien zum größten Teil verfaulen. Bei einsetzender Wärme verläuft die Keimung wesentlich zügiger und unproblematischer. Für tropische Pflanzen wie Kürbisse, Tomaten, Kartoffeln und Bohnen ist übertriebene Eile bei diesem kühlen Wetter gar nicht gut. Sie brauchen genügend warme Temperaturen, um zügig an und weiter wachsen zu können. So kann man Bohnen auch noch im Juni säen. Auch bei schnell wachsenden Sommerblumen, wie Ringelblumen, Strohblumen und Jungfer im Grünen ist das auch noch zu diesem Zeitpunkt möglich. Bei besonders empfindlichem Gemüse wie Auberginen hat sich aber noch eine Wartezeit von etwa zwei Wochen zusätzlich bewährt. Hartschalige Kürbis- oder Bohnensamen keimen schneller, wenn man sie vorher aufquellen lässt. Am einfachsten geht dies mit einem Leinenbeutel. Darin kann man die Samenkörner dann öfter für einige Stunden in Wasser tauchen. Nach den Eisheiligen heißt es Sommer- und Balkonblumen auszupflanzen.

  94. Thomas Fritsche sagt:

    Die wichtigste Arbeit im Hobbygemüseanbau ist das zeitige Hacken. Es reicht, den Boden mit einem scharfen Messer an einer Ziehhacke oberflächlich aufzukratzen. Es gibt dazu ein Spruch der lautet: „Das Unkraut muss bekämpft werden, bevor es zu sehen ist“. Das obligatorische mühsame und sehr aufwendige Jäten wird durch das Hacken fast überflüssig. Gerade jetzt in der Hauptwachstumszeit keimen nicht nur die Gemüsepflanzen besonders gut, sondern auch die Unkräuter. Wenn zarte Keimlinge durch Bearbeitung gestört werden, gehen sie ein. Die oberflächliche Lockerung des Bodens ist deshalb jetzt Gold wert. Außerdem macht das Hacken Spaß und schont zudem das Kreuz. Es dient außerdem der körperlichen Ertüchtigung. Man kann beim Aufkratzen des Bodens in einem Arbeitsgang bestimmte Pflanzen auch gleichzeitig anhäufeln, um deren Standfestigkeit zu sichern. Wenn durch das Hacken der Boden ständig krümelig ist, kann zudem die Feuchtigkeit nicht so schnell verdunsten, da die Haarröhrchen, in denen das Wasser nach oben steigt, unterbrochen werden. Es entsteht eine isolierende Schicht. Ein Sprichwort sagt dazu, dass drei Mal Hacken so gut ist wie ein Mal durchdringend Gießen. Bei einer solchen Behandlung in der Hauptwachstumszeit hat man später nur die beglückende Arbeit, biologisch sehr hochwertiges Gemüse so wie Salate zu ernten.

  95. Thomas Fritsche sagt:

    Stangenbohnen werden am besten in Töpfen vorgezogen. Dies hat den Vorteil, dass durch die bessere Erwärmung die Keimung zügiger voran kommt, als im Freien im kalten Boden. Außerdem kommt es in der sterilen Anzuchterde nicht zu den gefürchteten Auflaufkrankheiten. In den Töpfen wachsen die Bohnen auch schneller Schnecken davon. Man sollte mit dem Auspflanzen allerdings warten, bis es so Ende Mai richtig sommerlich warm geworden ist. Stangen- und Buschbohnen sind sehr wärmeliebend und sollten grundsätzlich nicht vor den Eisheiligen ins Freie kommen. Meistens kommen die Nachsaaten im Juni am besten.

  96. Unkraut bei Kartoffeln, Bohnen und Gemüsepflanzen bekämpft man am besten durch laufendes flaches Durchhacken. Das auflaufende Unkraut wird somit ständig in Schach gehalten. Außerdem verdunstet ein krümeliger Boden viel weniger Wasser, da die Kapillarwirkung an der Erdoberfläche unterbrochen wird.

  97. Thomas Fritsche sagt:

    Tomaten, die in große Kübel gepflanzt wurden, sollten anfangs nur in der Mitte, also unmittelbar an der Pflanze, gegossen werden. Es dauert einige Zeit, bis die neue Erde durchwurzelt ist. Vor allem bei kühlem Wetter wirkt diese dann wie nasser Schwamm, der schlecht austrocknet und somit Wurzelfäule verursachen kann. Das gleiche gilt auch für alle anderen Pflanzen, die jetzt umgetopft werden oder in große Kübel kommen.

  98. Thomas Fritsche sagt:

    Es ist viel zu wenig bekannt, das man ein starkes Wurzelwerk und einen festen Stand durch Anhäufeln des Gemüses mit Erde bekommt. Dies gehörte früher zum Allgemeinwissen eines jeden Gärtners. Angehäufelt werden Dicke Bohnen, Erbsen, Gurken, Kopf-Kohlarten, Tomaten, Kartoffeln und Porree. Alle anderen Pflanzen mit gestauchten Stängeln und Rosettenblättern wie Salat und Sellerie benötigen diese Hilfe nicht. Deren Herz sitzt sehr tief. Ein Bedecken mit Erde würde zum Faulen führen.

  99. Das Mulchen mit Rasenschnitt erhält die Feuchtigkeit im Boden. Das Material sollte aber nie am Stängel oder am Stamm der Bäume anlegt werden. Ein kleiner Abstand am Hals muss frei bleiben, um Fäulnis und Pilzkrankheiten vorzubeugen. Das Mulchen ist auch gut bei Erdflöhen, die verkrustet Boden lieben. Besonders Kohlpflanzen werden geschädigt. Wenn gemulcht wird, bleiben Tomaten länger von einer Infektion der Krautfäule verschont. Wenn Regentropfen oder Wasser aus der Gießkanne auf eine Mulchschicht treffen, werden die Pilzsporen nicht so leicht von der Erde auf die der Pflanzen gespritzt.

  100. Thomas Fritsche sagt:

    In diesem Jahr tritt der Kartoffelkäfer, gemessen an der Krautentwicklung, relativ spät auf. Viele Hobbygärtner hofften aufgrund des explosionsartigen Wachstums darauf, dass die Pflanzen dem schlimmen Schädling aus Colorado davon wachsen würden. Dem ist aber inzwischen nicht ganz so. Die ersten Kartoffelkäfer wurden schon in unserer Region gesichtet. Sie scheinen aber das bereits schon weit fortgeschrittene Kraut zu meiden und legen ihre Eier an der Blattunterseite lieber bei kleineren Pflanzen ab. Eine laufende Kontrolle des Kartoffelkäfers ist deshalb auch heuer dringend notwendig. Beim diesem Schädling heißt es, gleich am Anfang tätig zu sein, um eine Massenausbreitung zu verhindern. Die Käfer und Larven sind abzusammeln. Dagegen kann man die kleinen orangefarbenen Eier, die sich auf der Unterseite der Blätter befinden, zerquetschen. In früheren Zeiten wurden für diese Arbeit offiziell Schulkinder eingesetzt. Daran können sich noch viele ältere Menschen erinnern. Ein Spritzen mit Gift gegen den „Käfer“, so wie es im Erwerbsanbau meist üblich ist, sollte für den Hobbygärtner tabu. Die Kartoffeln wachsen jetzt bei den warmen Temperaturen weiter sehr schnell. Deshalb sollte das letzte Anhäufeln des Krautes bald abgeschlossen sein. Auch sind die Bestände nun unkrautfrei zu halten. da die Kartoffeln später bis zur Ernte nicht mehr gestört werden wollen.

  101. Thomas Fritsche sagt:

    Jetzt ist eine gute Zeit zum Pflanzen von Grünkohl. Es ist aber auch Anfang Juli möglich. Dieses ausgesprochen gesunde Wintergemüse wird in Norddeutschland deutlich mehr angebaut als im süddeutschen Raum. Die Pflanzung erfolgt im Abstand von 60 x 50 cm. Es sollte unbedingt tief gepflanzt werden, um die Standfestigkeit zu erhöhen. Gelegentliches Anhäufeln ist ebenfalls ratsam. Diese Arbeit verbessert außerdem die Bildung von Adventtiefwurzeln am Schaft.

  102. Thomas Fritsche sagt:

    Das alte Laub von Erdbeeren ist jetzt herunter zu schneiden. Danach sind die Pflanzen besonders empfindlich gegen Trockenheit. Eine Düngung mit Kompost von circa 3 l pro Quadratmeter baut die Pflanzen mit frischen Blättern wieder auf. Anfang August ist die beste Zeit für eine Neupflanzung. Nach zwei Jahren Standzeit beginnen die Erdbeerbestände mit dem Abbau. Der Standort sollte bei Neupflanzungen immer gewechselt werden. Eine Zwischenpflanzung mit Knoblauch bei alten und neuen Erdbeerbeständen erhöht das Wachstum beider Arten. Außerdem werden Pilzkrankheiten bei Erdbeeren durch diese Mischkultur abgewehrt.

  103. Thomas Fritsche sagt:

    Auch wenn der Schnitt im Sommer schonender ist, sollte man sich nicht dazu verleiten lassen, zu große Wunden entstehen zu lassen. Sie schließen sich bei älteren Bäumen gar nicht mehr oder erst nach Jahrzehnten. Das Holz ist ohne die schützende Rinde der Witterung und Krankheiten ausgesetzt. Somit werden die Stämme später hohl. Kleinere Wunde erreicht man bei der Baumpflege durch Entlastungsschnitte im Astbereich. Somit wird der Stamm beim Schneiden verschont. Schlimm ist das „Köpfen“ von älteren Bäumen. Diese sind dann später oft dem Tode geweiht.

  104. Thomas Fritsche sagt:

    Bis spätestens Mitte August sollten die Erdbeerpflanzen in das Gartenbeet kommen. Empfehlenswerte Sorten bei einmal tragenden Gartenerdbeeren sind bei den frühen bis mittelfrühen Sorten Korona, Polka, Lambada, Kent, Tenira, Elvira, Sonata und Honeoye. Bei den mittelspäten bis späten Sorten sind es Salsa, Symphony, Thuriga und Thuchampion. Hocharomatische Liebhabersorten sind Mieze Schindler, Königin Luise und Direktor Wallbaum. Diese Sorten benötigen allerdings immer einen Gegenfruchter. Bei den mehrmals tragenden Erdbeeren sind Ostara, Mara de Bois, Selva, Muir und Seascape zu empfehlen. Bei den Balkonbepflanzungen hat sich die Sorte Elan am besten bewährt. Beim Anpflanzen von mehreren Sorten aber kommt immer eine bessere Befruchtung heraus.

  105. Thomas Fritsche sagt:

    Der Saattermin für Winterzwiebel vom 10. bis 25. August muss eingehalten werden, damit die Pflanzen nicht zu groß in den Winter gehen, andererseits aber nicht zu klein bleiben. Die Saat kann ruhig dicht erfolgen, da es über Winter ohnehin immer einige Ausfälle gibt. Die Kultur ist vor allem dadurch interessant, dass man sehr früh im folgenden Jahr Laubzwiebeln ernten kann. Der Winteranbau ist auch später durch Steckzwiebeln möglich. Diese sind aber meist, im Gegensatz zur Saat, nur sehr schlecht zu bekommen. Sorten wie Presto, Radar oder Romy müssen zwischen dem 20. September und 5. Oktober in den Boden kommen. Die Ablagetiefe beträgt bei den Steckzwiebeln für den Winteranbau 5 cm.

  106. Thomas Fritsche sagt:

    Es ist leider noch viel zu wenig bekannt, dass man Zucchini auch roh essen kann. Dann sind sie besonders gesund. Vor allem die gelben Früchte haben einen sehr guten und milden Geschmack. Je kleiner die Früchte geerntet werden, umso wertvoller sind sie.

  107. Thomas Fritsche sagt:

    Für Möhren beginnt langsam die Erntesaison. Wer schon früh ausgesät hat, darf bereits jetzt die ersten zarten Möhren aus dem Beet entnehmen. man sollte aber jetzt nur so viele Möhren aus der Erde ziehen. wie sie tatsächlich in der Küche benötigt werden. Im Beet bleiben die am längsten frisch. die Löcher sind aber immer gleich wieder aufzufüllen und festzudrücken, damit die Pflanzen gut weiter wachsen können und sich keine Grünkragen bilden. Außerdem hat die Möhrenfliege, die für die Vermadung der Rüben verantwortlich ist, nicht so leichtes Spiel. In offene Röhrengänge legen zudem Schnecken gern für das kommende Jahr ihre Eier ab.

  108. Thomas Fritsche sagt:

    Wildobst ist besonders gesund. Es wird gerade in der letzten Zeit immer intensiver züchterisch bearbeitet. So steht neben den eigentlichen Wildformen eine große Sortenauswahl z.B. von Kornelkirschen, Sanddorn, Mispeln, Holunder und Ebereschen zur Verfügung. Bei der Züchtung kommt es zu größeren Früchten und auch die Qualität wird verbessert. Viele Wildobstarten wie Sanddorn und Holunder werden inzwischen auch gewerblich angebaut. Manche Früchte wie Hagebutten kann man gleich vom Baum essen. Andere wieder, wie die vom Holunder, werden erst durch Erhitzen genießbar und geschmacklich hervorragend. Oft müssen auch die ersten Fröste wie bei Schlehen und Mispeln abgewartet werden, damit die Früchte weicher und süßer werden.

  109. Thomas Fritsche sagt:

    Übrig gebliebener kalter Kaffee schwarz aus der Kanne und ohne Zusatz von Zucker oder Milch ist ein hervorragender Blumendünger. Nicht nur Orchideen lieben ihn. Natürlich sollten jetzt keine Kübelpflanzen mehr, die überwintern werden, in den Kaffeegenuss kommen. Diese Düngung sollte man nicht übertreiben, da Kaffee auch Stickstoff enthält. Der Kaffeesatz ist ebenfalls ein guter Dünger und eignet sich hervorragend zum Mulchen von Hortensien oder Moorbeetpflanzen. Im Komposthaufen ist er zudem ein gutes Futter für die Kompostwürmer.

  110. Max Fritsche sagt:

    Busch- und Stangenbohnen sollten nicht aus der Erde gerissen werden, da an den Wurzeln kleine Knöllchen hängen, die voller Stickstoff sind,. Mithilfe von Bakterien, die in Symbiose mit den Schmetterlingsblütern an den Wurzeln leben, ist es möglich aus der Luft den Nährstoff Stickstoff einzufangen. Damit gehören die Bohnen zu den Schwachzehrern, da sie keine zusätzliche Düngung in dieser Richtung benötigen.

  111. Max Fritsche sagt:

    Wenn sich die Laubblätter langsam gelb färben, wird es möglich, einen Baum oder Sträucher, wenn sie noch nicht zu alt sind, umzupflanzen. Bevor man ein Gehölz ausgräbt, sollte man schon vorher das Loch für die Neupflanzung erstellen. Das Volumen ist genügend groß zu halten, damit sich die Wurzeln leicht ausbreiten können. Somit kommt es später zu einem ungleich stärkeren Wachstum, als in einer zu engen Pflanzgrube. Der Baum ist wieder genauso tief zu pflanzen, wie er vorher gestanden hat. Die Veredlung eines Obstbaumes muss immer eine Handbreite aus dem Boden heraus schauen. Selbstverständlich ist anschließend eine Baumscheibe mit einem Gießrand zu erstellen. Beim Ausgraben des Baumes oder Strauches ist zuerst ein Graben außen herum anzulegen. Die zu langen Wurzeln sind dann möglichst glatt mit der Schere abzuschneiden. Danach wird der untere Bereich des Ballens vorsichtig abgestochen, ohne die Pflanze mit dem Spaten auszuhebeln.

  112. Max Fritsche sagt:

    Besonders wichtig ist es, bei allen Pflanzarbeiten, ein großes Erdloch auszuheben. Je größer der Anteil an lockerem Boden ist, umso besser wird das Wachstum in den kommenden Jahren sein. Die Wurzeln haben so die Möglichkeit, sich ungehindert auszubreiten. In einem kleinen Pflanzloch wollen die Bäume nicht so recht wachsen und kümmern jahrelang dahin. Sie stehen dann besonders bei einem „schweren“ Boden oft wie im Eimer eingeengt. Bei großen Niederschlägen und zusätzlichem Wässern kommt es vor, dass die jungen Bäume regelrecht „absaufen“. So kann ein kleiner Bagger oder Erdbohrer bei der Bepflanzung von Streuobstwiesen und Gärten durch eine großzügige Bodenlockerung an der Pflanzstelle wertvolle Dienste leisten. Der Unterschied in der Entwicklung der Bäume ist dann gravierend.

  113. Max Fritsche sagt:

    Die Bauernhortensien sind auch noch im Herbst schön anzusehen. Man sollte die Blütenstände im Winter stehen lassen. Sie schützen die unmittelbar darunter liegenden und schon angelegten Blütenknospen für 2021. Diese sind deutlich an der starken Schwellung und Rundung zu erkennen. Die Blattknospen, die weiter unten am Trieb angesetzt sind, wirken dagegen wesentlich unscheinbarere. Die alten Blütenstände können wie ein Dach vor schädigender Sonneneinstrahlung und damit vor Austrocknung schützen. Das ist besonders im ausgehenden Winter von Bedeutung, da dann erst die Pflanzen sehr stark leiden können. Ballhortensien wie die wunderschöne „Annabelle“ und Rispenhortensien werde dagegen im Frühjahr wie Beetrosen zurückgeschnitten, da diese im Gegensatz zur Bauernhortensie an neuen Trieben blühen. Dieser gravierende Unterschied wird leider von sehr vielen Gartenbesitzern nicht gemacht

  114. Max Fritsche sagt:

    Wenn Bäume und Sträucher bestimmen könnten, wann sie am liebsten geschnitten werden sollen, dann wäre das auf keinen Fall jetzt im Herbst. Noch vor gar nicht langer Zeit war es nicht üblich im Herbst an den Gehölzen zu schneiden. Man hat gewusst, dass die Wunden um diese Zeit nicht mehr gegen Krankheiten von den Pflanzen abgeschottet werden können. da sie schon in der Ruhephase sind. In den nächsten Monaten sind die Schnittstellen den Wetter lange Zeit ausgeliefert. Den Holzkrankheiten werden Tür und Tor geöffnet. Gärtner legten früher Wert darauf, den Gehölzen am wenigsten weh zu tun. Sie waren, so glaube ich besser ausgebildet, als heute. Das oft brutale Schneiden im Herbst ist zu einer, für mich, schrecklichen Mode geworden und wird sehr oft von Leuten ausgeführt, denen fast jedes Gespür im Umgang mit Pflanzen fehlt. Einen brutalen verstümmelnden „Hausmeisterschnitt“ kann jeder. Runde und struppige Gebilde bleiben übrig, die immer mehr im inneren vergreisen. Übrigens. wird bei zu frühem Schneiden die Frostgefahr sehr erhöht.
    So, das musste ich mal wieder los werden.

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